Piwik – kostenlose Open Source Statistik (Screencast 015)

6. Oktober 2009

in Plugins, Screencast, web 2.0 Tools

Für die zuverlässige, kostenlose Analyse für Zugriffe auf den eigenen Blog oder die eigene Webseite gibt es nicht sehr viel Auswahl.

Wer kein Geld ausgeben möchte, aber trotzdem eine detaillierte Auswertung der Besuche benötigt, verwendet in der Regel Google Analytics oder ein WordPress Plugin wie Semmelstatz.

Wer Google generell aus dem Weg gehen möchte und eine zentrale Auswertung für ein oder mehre Webseiten erstellen möchte, sollte sich Piwik mal genau anschauen.

Piwik – Open Source auf dem eigenen Webspace

Piwik ist nur knapp 3MB groß und kann auf jedem Webspace mit

  • mindestens PHP Version 5.1.3
  • mindestens MySQL version 4-1
  • PHP extensions pdo und pdo_mysql
    (normalerweise immer dabei)

installiert werden. Im Gegensatz zu Diensten wie Google Analytics werden sämtliche Besucherinformationen in der eigenen Datenbank gespeichert.

Installation

Die Installation zeige ich im oben eingebundenen Screencast recht detalliert. Es sind nur wenige Informationen wie z.B. die Logindaten der MySQL Datenbank erforderlich.

Um Zugriffe für eine Seite zu protokollieren, muss lediglich ein automatisch von Piwik generierter Code in den Header eingebunden werden. Der Rest geschieht automatisch.

Piwik WordPress Plugins

Nach Veröffentlichung des Screencast, habe ich noch diese beiden WordPress Plugins entdeckt um die Piwik Statistik kinderleicht auf dem eigenen Blog zu aktivieren. Das ist beteundend (!) besser als das gezeigte Header and Footer Plugin.

Hier ein Screenshot von WP-Piwik im Einsatz

Piwik WordPress Pluin im Einsatz

Benutzeroberfläche / Piwik Interface

Piwik Oberfläche

Das Piwik Interface ist schön schlank und übersichtlich. In den Einstellungen können neue Seiten und Benutzer hinzugefügt werden.

Piwik Plugins

Zudem können, ähnlich wie bei WordPress, Plugins aktiviert oder deaktiviert werden.

Wer die Piwik API nicht benötigt (für WordPress Plugins erforderlich) kann sie deaktivieren und z.B. dafür DBStats einschalten, um zu sehen, wieviel Speicherplatz die Datenbank in Anspruch nimmt.

Fazit

Eine echt tolle, kostenlose Möglichkeit Statistiken selbst zu hosten. Würde ich Google Analytics nicht wegen AdSense brauchen, könnte ich mir sogar vorstellen, komplett zu Piwik zu wechseln.

  • http://blog.gilly.ws/ Gilly

    Leider verursacht Piwik ziemlich hohe Serverlast auf Grund der vielen SQL Querries. Weiterhin ist es recht ungenau und zeigte zumindest bei meinem Blog die Refferer nicht ordentlich an. Dennoch, für lau ein gutes Tool :)

  • MasterK

    Schade das du nicht die Vor.- und Nachteile gegenüber Analytics gezeigt hast. Da die Installation selbsterklärend ist, hätte man das auch weglassen können.

  • http://www.bloggezwitscher.de germanstudent

    Hi Gilly. Vielen Dank für die Meinung. Seit meinem letzten Test (damals noch phpMyVisites) hat sich performancetechnisch wohl schon einiges getan. Aber du hast recht: Wenn die Ressourcen des Servers beschränkt sind, sollte man sich besser auf eine externe Lösung verlassen. Ich find es ganz nett, dass man die Daten, im Vergleich zu Google Analytics, in der eigenen Datenbank gespeichert hat.

  • http://www.bloggezwitscher.de germanstudent

    Hey MasterK. Danke für deinen Kommentar und deine ehrliche Meinung! Ein Vergleich zu Google Analytics wäre wahrscheinlich wirklich recht interessant gewesen. Aber den Vergleich konnte ich im Screencast leider nicht machen weil ich dort nicht unbedingt die Besucherzahlen meiner Seiten offenlegen möchte :)
    Die Installation ist für erfahrene Nutzer echt kinderleicht. Aber der Screencast soll besonders auch die weniger erfahrenen ansprechen.

    Aber was nicht ist, kann ja noch werden :) Bin für weitere Vorschläge immer offen.

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