iamneurotic.com: Teile deine Zwangsstörungen mit der ganzen Welt

30. August 2009

in Content Showcase

Monk als Beispiel Zwangsstörung
Bild: watchwithkristin | Lizenz

kurze Info vorweg: Neue Kategorie “Content Showcase”

Dies ist der erste Eintrag unter der Kategorie “Content-Showcase”. Neben den hier vorgestellten Seiten, die durch ihre Funktionen auffallen, soll diese Kategorie Seiten hervorheben, von denen ich denke, dass sie besonders wertvollen, interessanten oder lustigen Inhalt bieten.

Heute: iamneurotic.com

Auf der Seite iamneurotic.com (englisch) ist es möglich seine Zwangsstörungen mit der Welt zu teilen.

Zwar steht auf der Seite “Submit Neuroses” (Neurose einsenden). Für die veröffentlichten Fälle ist aber die deutsche Bezeichnung Zwangsstörung treffender.

Was ist eigentlich eine Zwangsstörung?

Die Einträge auf iamneurotic.com bringen eine gewisse Komik mit sich.

Grundsätzlich, handelt es sich aber bei einer Zwangsstörung, um ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild. Hier ein Auszug aus der IDC

Wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die den Patienten immer wieder stereotyp beschäftigen. Sie sind fast immer quälend, der Patient versucht häufig erfolglos, Widerstand zu leisten. Die Gedanken werden als zur eigenen Person gehörig erlebt, selbst wenn sie als unwillkürlich und häufig abstoßend empfunden werden. Zwangshandlungen oder -rituale sind Stereotypien, die ständig wiederholt werden. Sie werden weder als angenehm empfunden, noch dienen sie dazu, an sich nützliche Aufgaben zu erfüllen. Der Patient erlebt sie oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihm Schaden bringen oder bei dem er selbst Unheil anrichten könnte. Im allgemeinen wird dieses Verhalten als sinnlos und ineffektiv erlebt, es wird immer wieder versucht, dagegen anzugehen. Angst ist meist ständig vorhanden. Werden Zwangshandlungen unterdrückt, verstärkt sich die Angst deutlich.
Quelle: IDC-10

Beispielfälle mit Übersetzung

#1

I need the attention of the words and pictures of my cup
If there is writing or a picture on my cup, I have to have it centered facing me or I can’t drink out of it.  Also, if the cup has a lid on it, the writing has to be turned so it can be centered on the cup.
Quelle

frei übersetzt

Ich brauche die Aufmerksamkeit der Worte und Bilder auf meiner Tasse
Beim Trinken aus einer Tasse, mit Schriftzug oder Bild, muss ich die Front immer genau vor mir zentrieren, um aus der Tasse trinken zu können. Wenn die Tasse einen Deckel hat, muss die Schrift so ausgerichtet sein, dass er mittig auf der Tasse aufgesetzt werden kann.

#2

money’s worth
My cellular provider charges by the minute. When I call and get a busy signal, I listen to it for 59 seconds to get my money’s worth.
Quelle

frei übersetzt

Wert des Geldes
Mein Mobilfunkanbieter berechnet jede angefangene Minute eines Gesprächs. Wenn ich einen Anruf tätige und ein Besetzt-Signal erhalte, höre ich es mir 59 Sekunden an, damit es das Geld wert war.

#3

clean toilet tea party
Every time I use the bathroom, even in my own home, I have to wipe around the toilet seat eight times before I sit down…then I have to say have a lovely tea party.
Quelle

frei übersetzt

Saubere Toiletten-Tee-Party
Jedes mal wenn ich das Toilette benutze, selbst in meinem eigenem Zuhause, muss ich den Toilettensitz acht mal abwischen, bevor ich mich hinsetze. Dann muss ich “Hab eine schöne Tea-Party” sagen.

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